Dom sv Alzbety / St ELizabeth Cathedral

Dom der heiligen Elisabeth

Er ist die östlichste gotische Kathedrale Europas, die größte Kirche der Slowakei und zweifellos die schönste Dominante der Stadt.

Der Elisabeth-Dom wurde im Stil der Hochgotik gebaut und ist der heiligen Elisabeth von Thüringen eingeweiht. Mit dem Bau begann man um das Jahr 1380, er wurde in mehrere Bauphasen  geteilt. Der Dom wurde 1508 vollendet. Er zeichnet sich durch ein imposantes Exterieur und einen wertvollen Innenraum aus. Der Dom verdient besondere Aufmerksamkeit. Vor allem der Elisabeth-Altar, der aus 48 Tafelgemälden besteht. Man bewundert auch die hängende Plastik der Immaculata und den spätgotischen Flügelaltar der Heimsuchung der Jungfrau Maria.
Die meist interessanten Informationen über den Elisabeth-Dom, über die der Stadtführer und Schriftsteller PhDr. Milan Kolcun erzählt:

  • Das Königstreppenhaus innerhalb des Doms. Eine der fünf gotischen Zwillingswendeltreppen in Europa. ( Die nächsten finden Sie in Graz, Schäßburg/Siebenbürgen, Klausenburg/Siebenbürgen und Prag.) Die Besteigung der Treppe ist körperlich nicht anstrengend und in ein paar Minuten können Sie die Scharfsinnigkeit der gotischen Baumaiester schätzen. Vom königlichen Balkon haben Sie einen wunderschönen Blick auf das mittlere Domschiff und auf die herrliche, nur vor Kurzem im Jugendstil rekonstruierte Freske gegenüber. Sie kommen dorthin, wo das Heilige Blut Christi ausgestellt wäre (Siehe Punkt 4).
  • Der völlig aus Metall hergestellte Altar solle einzigartig in Europa sein. Solange man den Altar nicht berührt, glaubt man nicht, das der hohe Altar des Heiligen Kreuzes bis zum kleinsten Detail aus Metall gegossen wird. Im Jahre 1931 wurde er zur Erinnerung an die Opfer des 1. Weltkrieges geweiht. Er sei aus Kriegswaffen gegossen.
  • Er ist ein Ort, wo man Reliquien Heiligen Kreuzes, heiliger Elisabeth, heiligen Apostels Ondrej und der Drei heiligen Märtyrer findet.
  • Der Heilig-Blut-Kult. Es passierte im Mittelalter in der ehemaligen Kirche, die an dieser Stelle stand. Ein Priester vergoss aus Versehen den roten Wein. Es geschah nach der Verklärung, also es war Blut Christi. Auf der Unterlage entstand ein Bild, das eindeutig den Gekreuzigten versinnbildlichte. Das konnte kein Zufall sein. Dieses Wunder wurde vom Papst anerkannt und tausende Pilger besuchten den Platz.
  • Kopie der Weinenden Ikone aus der Stadt Maria Pócs. Nachdem die Ikone in der ungarischen Stadt Pócs 1696 zu weinen begonnen hatte, befahl der Kaiser Leopold I. sie nach Wien zu transportieren. Als sie unterwegs war, haben die Jesuiten aus Barca eine Kopie nachmachen lassen. Das Original befindet sich bis heute neben dem Hochaltar im Stephansdom in Wien. Interessant ist , dass die für Pócs gefertigte Kopie noch zweimal getränt hat (1715 und 1905).
  • Der schönste Ausblick auf Košice ist von dem Domturm. Während der Besteigung sehen Sie die Uhrmaschine und die Glocken, die der junge Košicer Glöckner auch heute noch läutet. Vor Kurzem wurde manuelles Glockenläuten in der Slowakei in die Welterbeliste UNESCO eingetragen.
  • Relief „Das Letzte Gericht“. Der schönste Eingang in den Dom ist über das nördliche Portal. Über dem Portal sehen Sie in zwei Reihen die mittelalterliche Vorstellung vom Letzten Gericht. In der oberen Reihe steht Jesus im Himmel als Richter. In der unteren Reihe strömen Leute zum Himmelstor, die Sünder nehmen die entgegengesetzte Richtung ins Maul von Leviathan. Tote stehen aus Gräbern auf, unter Verlorenen entdeckt man einen Bischof oder eine Nonne.
  • Rákóczi-Krypta (für Rákóczi hat eine bestimmte Zeit Jánošík, der slowakische Nationalheld, gekämpft), wertvoller Hochaltar der heiligen Elisabeth, Taufbecken, das älter als der Dom ist, Treppenlabyrinth im Turm, Fresken aus dem 16. Jahrhundert, riesige Orgel, fantastische Wasserspeier, wundervoller Leuchter im Jugendstil...